Land in Sicht

Felder der Land in Sicht gGmbH. (Foto: Martin Große)

Der Name „Land in Sicht“ ist in mehrer Hinsicht zutreffend für diesen Hof, der nicht weit von Halle am Ortstrand von Holdenstedt gelegen ist. Denn hier kommen viele gute Ideen zusammen. Auf der einen Seite gibt der Hof förderungsbedürftigen Menschen Arbeit, zum anderen ist der Hof ein Bio-Gut mit Kräutergarten, Hühnern, Ziegen, Emus, Bienen, Kaninchen und vielen anderen Bewohnern.

Gegründet wurde „Land in Sicht” bereits im Jahr 1996, um Menschen über den zweiten Arbeitsmarkt eine Beschäftigung zu geben, und vor allen Dingen sollten verschiedene „Demoprojekte“ zeigen, dass ökologischer Landbau wirtschaftlich und sinnvoll ist. Diese Projekte sind ein Bauern- und Kräutergarten (Foto), ein Projekt mit Legehennenhybriden im ökologischen Landbau und ein Projekt zu tierschutzrelevanten Aspekten bei artgerechter Tierhaltung im ökologischen Landbau.

Ganz besonders hat man sich auf die Fahnen geschrieben, die Artenvielfalt europäischer Nutztiere zu erhalten. Die Macher des Hofes wollen zeigen, dass gerade viele in Deutschland vorkommende Nutztierrassen und Sorten wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft erhaltenswert sind. Dass es dabei nicht nur um die Erhaltung, sondern auch um wirtschaftliche Interessen geht, zeigt das Motto: „Essen was man retten will, dann lohnt auch wieder die Zucht, der Anbau, die Haltung und die Herstellung in der Region“. Der Hof steht immer allen Besuchern offen. Über einen kleinen Hofladen, auf Märkten und als Biokiste kann man die gesunden Waren, die auch von anderen Herstellern, unter anderem Bio-Wein Erzeugern stammen, erwerben.

Holdenstedt, Feldstraße 5, Land in Sicht